Warum pilgern?

“Pilgern: gehen, sehen, kennenlernen, verabschieden, weitergehen.“

2012 bin ich das erste Mal gepilgert. Fünf Wochen auf dem Camino francès. Dem “berühmten“ Jakobsweg. Es war magisch! Dann startete ich nochmal 2015 in Tübingen. Ziel Santiago de Compostela. Ich nahm die Pilgerroute durch die Schweiz, dann weiter auf der Via Gebenensis und Via Podiensis durch Frankreich. Der Plan war in Spanien den Camino del Norte zu nehmen. Doch soweit kam ich nicht. Es war ein unglaublich heißer Sommer, der mir zusetzte. Ich war physisch und mental sehr erschöpft. Nach zweieinhalb Monaten brach ich in Montcuq ab. Aber auch dieses Mal machte ich wieder unglaubliche und wundersame Erfahrungen. Der Weg lässt einen einfach nicht mehr los!

“Der Weg schenkt dir alles, wonach deine Seele sich sehnt.“

Da ich nicht malen konnte, musste ich meine Erlebnisse und Erkenntnisse in Worte fassen.

“Unterwegs bin ich weniger allein, mehr daheim, frei, bei mir und bei dir.“

Ich pilgere, weil ich den Menschen, der Natur, mir selbst und Gott begegne. Weil es mich herausfordert, an meine Grenzen bringt, Demut lehrt und Vertrauen schenkt.

Jetzt nach einer dreijährigen Pause bin ich dabei, mich auf den Franziskusweg (von Florenz nach Rom) vorzubereiten. Körperlich (er soll sehr anstrengend sein), mental (er soll schlecht ausgeschildert sein) und sprachlich (ich lerne Italienisch). In diesem Blog möchte ich darüber schreiben und mich damit auch motivieren, dran zu bleiben. Auch wenn die Angst kommt!!

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